Briefe

Die Gespräche bis hierhin.

(Archiv)

Die Nachrichten dieser Reihe, der Reihe nach. Falls Du eine verpasst hast oder einfach zurückgehen willst.

Brief 1 Nicht jeder wird das verstehen +

Es gibt eine Sorte Unternehmer, die nicht wartet, bis etwas bewiesen, fertig und voll ist.

Die lieber früh dabei ist, wenn es noch klein, unfertig und spannend ist.

Nicht aus Ungeduld. Aus Instinkt.

Genau für diese Sorte entsteht gerade etwas.

Ich erklär es heute noch nicht. Wer alles erklärt bekommen muss, ist ohnehin nicht gemeint.

Und ehrlich gesagt glaube ich: Entweder man versteht sofort, warum einen sowas anzieht. Oder eben nicht.

Nur so viel: Die Ersten werden es mitgestalten, nicht nur miterleben.

Das Ganze wirklich zu verstehen, braucht mehr als ein paar Zeilen.

Wenn Du Dir die Zeit dafür nehmen möchtest, fülle kurz die Bewerbung aus. Ein paar ehrliche Antworten genügen.

Ich oder jemand aus meinem Team meldet sich dann direkt bei Dir.

— Alex

Brief 2 Neun Jahre, eine Frage, die nicht aufgehört hat +

Hotelzimmer in München. Zwei Uhr nachts. 2017.

Ich hatte gerade einen ganzen Tag in einem Seminar gesessen, das mich eigentlich weiterbringen sollte. Es hat mich nicht weitergebracht.

Ich saß auf dem Bett, Telefon in der Hand, und merkte plötzlich etwas sehr Einfaches: Das Problem war nicht der Inhalt. Das Problem war, wer mit mir am Tisch saß. Falsche Liga. Falsche Fragen. Falsche Geschichten.

Und je länger ich darüber nachdachte, desto klarer wurde, was mich an fast allen Unternehmerkreisen stört.

Die großen Events sind zu groß. Die wenigen brauchbaren Kontakte kannst Du kaum von der Masse unterscheiden.

Die kleinen Kreise haben das umgekehrte Problem. Immer dieselben Gesichter. Dieselben Gespräche. Dieselben Denkweisen. Irgendwann bewegt sich nichts mehr. Und vor lauter Business kommt man nie auf die echte Ebene.

Dabei habe ich genau dort die besten Geschäfte meines Lebens entstehen sehen. Nicht auf der Bühne. Abends an der Bar, nach dem offiziellen Teil.

Aber das war nicht das eigentliche Problem.

Das eigentliche Problem war: Alle waren intelligent. Und trotzdem hat am Ende jeder für sich allein vor sich hin gewurschtelt.

Dieselben Probleme. Zehnmal gelöst. Dieselben Fehler. Zehnmal gemacht.

Irgendwann habe ich verstanden, woran das liegt. Der Hebel ist nicht mehr Wissen. Nicht mehr Arbeit. Sondern die richtigen Menschen, die zusammenlegen, was sie wissen.

Genau das wollte ich bauen. Ein Umfeld, das mich anspornt, wenn ich bequem werde. Das mir die blinden Flecken zeigt, die ich allein nie sehe. Das nicht aus „Zuschauern" besteht, sondern aus Menschen, die im Zweifel weiter sind als ich.

Ich habe das in keinem deutschen Format gefunden. Auch nicht in den eigenen, die ich selbst gebaut habe.

Also habe ich seit 2017 daran gearbeitet.

  • Jeder erneute Durchgang.
  • Jeder Versuch.
  • Jeder Reinfall.

Was jetzt daraus entstanden ist, ist anders als alles, was Du bisher gesehen hast. Und bewusst nicht für jeden.

In den nächsten Tagen zeige ich Dir, woran ich es messe und wer dafür qualifiziert ist.

Vorher interessiert mich nur eine Sache: Kennst Du die Dinge, die ich oben beschrieben habe?

Wenn ja, fülle kurz die Bewerbung aus.

Ich oder jemand aus meinem Team meldet sich dann direkt bei Dir.

— Alex

Brief 3 Wenn alle nicken, aber keiner widerspricht +

Vor einem Jahr hatte ich mehrere Erkenntnisse, die ich erst nicht wahrhaben wollte.

Ich war in den Augen der meisten Menschen erfolgreich — und trotzdem chronisch unzufrieden.

Kennst Du das auch?

  • Alles hängt scheinbar immer an mir. Wenn ich es nicht geregelt kriege, kriegt es kaum ein anderer hin.
  • Ich muss immer stark sein. Wenn der Kapitän strauchelt, kriegt die Mannschaft Panik. Aber wo kann ich selbst mal über meine Sorgen reden?
  • Anfangs fand ich es schmeichelhaft, immer der Schlauste im Raum zu sein. Heute kommt mir das vor wie ein Fluch.
  • Meine ganze Umgebung „zieht" an mir. Aber an wem kann ich mich mal selbst hochziehen?
  • Mein Umfeld nickt und gibt mir Recht. Aber wirklich verstehen?
  • Diese Glasdecke — ein Widerstand, den ich allein nicht durchbrechen konnte.
  • Wer weist mich auf meine blinden Flecken hin, stellt mir die richtigen Fragen, fordert mich auch mal?
  • In Kurzform: Ich fühlte mich sehr, sehr einsam an der Spitze.

Man sagt: Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen Du Dich umgibst. Na dann gute Nacht.

Das war der erste Teil meiner Erkenntnis.

Der zweite Teil kam in einer Situation, die mir bis heute im Kopf geblieben ist.

Ich saß mit ein paar Leuten zusammen. Es ging um eine wichtige Entscheidung. Nicht „nehmen wir den Stuhl in Blau oder Grün", sondern eine, bei der Du weißt: Wenn wir hier falsch abbiegen, kostet das richtig Geld, Zeit und Nerven.

Alle saßen da. Alle hatten diese Unternehmer-Miene drauf. Leicht konzentriert, leicht wichtig — und innerlich hofft jeder, dass bitte jemand anderes den ersten schlauen Satz sagt.

Also habe ich irgendwann einen Vorschlag gemacht. Nicht katastrophal. Aber auch nicht wirklich rund. Eher: „Okay, damit könnten wir mal weiterdenken." Nicht mehr.

Und was passierte? Alle fanden den Vorschlag super. Sofort.

„Ja, stark." „Genau so." „Das macht Sinn." „Würde ich auch so machen."

Und ich saß da und dachte: Merkt hier wirklich keiner, dass das so noch nicht rund ist?

Da waren Lücken und Risiken drin, zu denen eigentlich jemand hätte sagen müssen: „Alex, warte mal. Klingt gut, aber genau da knallt es uns später um die Ohren."

Aber es kam nichts. Nur Zustimmung.

Früher hätte sich das gut angefühlt. Ego gestreichelt. Chef sagt was, alle nicken, schönes Bild.

Nur ist genau das irgendwann brandgefährlich.

Denn wenn Dir alle Recht geben, heißt das nicht, dass Du richtig liegst. Manchmal heißt es nur: Keiner traut sich, Dir zu widersprechen.

Oder schlimmer: Sie denken gar nicht mehr richtig mit. Weil sie sowieso davon ausgehen, dass Du am Ende wieder die Richtung vorgibst.

In dem Moment hat es Klick gemacht: Mein Problem war nicht, dass zu wenige Leute um mich herum waren. Mein Problem war, dass kaum jemand da war, der mich wirklich gefordert hat.

Nicht jemand, der aus Prinzip dagegen ist. Sondern jemand, der Dir die Dinge aufzeigt, die man selbst übersieht.

Von außen sieht das aus wie Freiheit. Du funktionierst, Du entscheidest, Du regelst, Du bist der Kapitän. Innen fühlt es sich manchmal an wie ein sehr gut bezahltes Hamsterrad mit Ledersitzen.

Und wenn Du dann selbst mal jemanden brauchst, der Dich an der Jacke packt und sagt „Komm, sortier Dich, Du verrennst Dich gerade" — dann wird es dünn. Sehr dünn.

Genau deshalb habe ich angefangen, mir eine andere Frage zu stellen: Wo findet man als Unternehmer Menschen, die einen wirklich weiterbringen, ohne einem nach dem Mund zu reden oder etwas verkaufen zu wollen?

Nicht noch ein Event. Nicht noch ein Raum voller Visitenkarten.

Sondern ein Raum mit Menschen, die selbst Verantwortung tragen. Bei denen man nicht performen muss. Die Dir Deine blinden Flecken aufzeigen. Die Dir die Fragen stellen, auf die Du allein nicht gekommen wärst. Die Dich nicht bewundern, sondern weiterbringen.

Darüber schreibe ich Dir bald mehr.

Vorher interessiert mich aber eine Sache: Was geht Dir in Deinem Business und Umfeld aktuell am meisten auf den Sack?

Nicht schön formulieren. Nicht diplomatisch. Einfach ehrlich.

Wenn Du genau diese Art von Raum suchst, fülle kurz die Bewerbung aus.

Ich oder jemand aus meinem Team meldet sich dann direkt bei Dir.

— Alex

Brief 5 Drei Bedingungen. Keine davon ist eine Bühne. +

Ich hatte aufgehört zu suchen und angefangen aufzuschreiben.

Da machen wir hier weiter.

Samstagmorgen, Küchentisch, Kaffee. Vor mir ein leerer Zettel. Oben drüber eine Frage:

Was muss stimmen, damit so ein Raum wirklich funktioniert?

Nicht „gut klingt". Nicht „verkauft sich gut". Funktioniert.

Ich habe an dem Morgen viel durchgestrichen. Location. Speaker. Programm. Hochglanz-Broschüre. Alles Zeug, das ein Event gut aussehen lässt. Und Du weißt ja, was mir ein gutes Event am Ende bringt: gute Laune bis Montag, neun Uhr.

Übrig blieben drei Bedingungen. Drei. Keine davon ist eine Bühne.

Erstens: Menschen schlagen Wissen. Wissen ist heute Massenware. Jede Suchleiste, jede KI, jeder zweite Newsletter. Daran scheitert kein Unternehmer mehr. Knapp ist was anderes: Leute, die selbst tragen, denselben Druck kennen und Dir trotzdem ins Gesicht sagen, dass Du gerade Mist baust — bevor Du ihn baust. Erinnerst Du Dich an die drei Monate Umweg, von denen ich Dir erzählt habe? Die hat mir kein Buch erspart. Die hätte mir ein Mensch erspart. Also steht der Mensch im Zentrum. Nicht der nächste Vortrag.

Zweitens: Wer reinkommt, entscheidet alles. Ein Raum ist nur so gut wie der schwächste Charakter darin. Ein Pitcher, ein Dauernehmer, ein Selbstdarsteller, und Du sitzt wieder in genau dem Meeting, in dem alle nur genickt haben. Nur mit teurerem Wein. Also kommt nicht jeder rein, der zahlen kann. Es braucht eine Auswahl. Nicht aus Arroganz. Aus Statik. Wen Du draußen hältst, ist genauso wichtig wie wen Du reinlässt.

Drittens: Die Größe muss stimmen. Zu groß, und Du stehst wieder zwischen 300 Namensschildern. Zu klein, und nach drei Treffen kennt jeder jede Geschichte auswendig. Es braucht genug Leute, dass immer einer dabei ist, der Deinen aktuellen Engpass schon gelöst hat. Und wenig genug, dass keiner fragen muss, wer Du bist.

Und über den drei Bedingungen stand, dick unterstrichen, ein Satz:

Es darf sich nicht anfühlen wie ein gebuchtes Programm.

Niemand bucht Freunde. Niemand absolviert ein Umfeld. Was ich gesucht habe, ist keine Dienstleistung, die man konsumiert und hinterher mit Sternen bewertet. Es ist ein Kreis, zu dem man gehört. Eine Identität. Kein Kurs.

Als der Zettel fertig war, habe ich ihn lange angeschaut. Zwei Dinge waren klar:

So was kann man nirgends kaufen. Und so was baut man nicht nebenbei.

Also habe ich es gebaut. Es heißt Game Changer Society.

Der Kreis, den ich mir selbst jahrelang gewünscht und nirgends gefunden habe. Was er ist — und vor allem, was er nie sein wird — erzähle ich Dir in den nächsten Tagen.

Was darin passiert, zeige ich Dir im nächsten Brief. Nicht als Beschreibung. Als Geschichte: ein Abend, sechs Stühle, und der Moment, in dem zum ersten Mal seit Jahren jemand mich gezogen hat.

Zum Schluss interessiert mich nur eins:

Wenn Du auf die drei schaust — die richtigen Menschen, die echte Auswahl, die richtige Größe: Was fehlt Dir am meisten? Und woran merkst Du das im Alltag?

Wenn Du genau diesen Kreis suchst, fülle kurz die Bewerbung aus.

Ich oder jemand aus meinem Team meldet sich dann direkt bei Dir.

— Alex

Brief 6 Sechs Stühle, kein Chef +

In einem früheren Brief habe ich Dir von dem Meeting erzählt, in dem alle genickt haben.

Heute kriegst Du das Gegenteil.

Ein Abend, vor gut einem Jahr. Privater Rahmen, lange Tafel, sechs Stühle. Auf fünf davon: Unternehmer, die ihren Laden selbst tragen. Auf dem sechsten: ich.

Und zum ersten Mal seit Jahren war ich nicht der Kapitän.

Kein Programm. Keine Bühne. Keiner, der von mir eine Entscheidung brauchte. Ich sag Dir ehrlich: Die ersten zwanzig Minuten fand ich das fast unangenehm. So sehr hatte ich mich an die Rolle gewöhnt.

Irgendwann kam das Gespräch auf eine Entscheidung, die ich seit Wochen vor mir herschob. Du kennst die Sorte. Jede Option tut irgendwo weh, also nimmst Du sie abends mit ins Bett und morgens wieder mit ins Büro.

Ich lege los. Sauber strukturiert, Zahlen, Optionen, Für und Wider. Die Version, die ich jedem erzählt hätte.

Da unterbricht mich einer. Freundlich, beim Nachschenken:

„Alex, das ist die Version für Deine Bank. Erzähl mal die echte.“

Zack. Stille.

Und dann habe ich was gemacht, das ich ewig nicht gemacht hatte: die echte Version erzählt. Mit dem Teil, der mir unangenehm war. Mit dem Teil, bei dem es nicht um Zahlen ging. Sondern um mich.

Was dann kam, war kein Mitleid. Keiner hat „Kopf hoch“ gesagt. Solche Sprüche kannst Du Dir sonstwohin stecken, und das wussten die auch.

Einer hat in vier Sätzen eine Abkürzung skizziert, für die ich allein Monate gebraucht hätte. Er war den Weg schon gegangen. Lehrgeld inklusive.

Einer hat mir eine einzige Frage gestellt, und meine ganze schöne Excel-Logik lag in Trümmern. Eine Frage. Drei Wochen Kopfkino, erledigt.

Und einer hat nur gesagt: „Hatte ich vor vier Jahren. Schau, wo ich heute stehe. Das ist keine Krise, das ist eine Etappe.“

Und jetzt denk nicht, das war ein Therapiekreis mit Rotwein.

Eine halbe Stunde später haben wir Tränen gelacht. Einer erzählt, wie er bei seiner ersten Steuerprüfung dem Prüfer vor Nervosität den Kaffee über die Akten gekippt hat. Der Nächste legt nach, sein erster Messestand, falsche Halle, falsche Stadt. Geschichten, die Du nur Leuten erzählen kannst, die denselben Wahnsinn leben. Mit allen anderen musst Du den erfolgreichen Unternehmer spielen. Mit denen konnte ich einfach Spaß haben.

Tiefgang und Lachen am selben Tisch. Weißt Du, wie selten das ist?

Erinnerst Du Dich an die drei Monate Umweg, die ein erfahrener Unternehmer mit einem Satz erspart hätte? An diesem Abend habe ich zugeschaut, wie genau das passiert. An mir.

Und keiner am Tisch hat gepitcht. Keiner hat performt. Keiner hat auf die Stelle gewartet, an der er sein Angebot platzieren kann.

Frag mal Deine KI, ob sie das kann. Ob sie Dir eine Tür öffnet. Ob sie Deinen Fehler schon mal selbst teuer bezahlt hat. Ob sie mit Dir über verschüttete Steuerprüfer-Kaffees lacht.

Eben.

Ich bin heimgefahren wie von einer Tankstelle. Aufgeladen, nicht leergesaugt.

Du kennst das andere Gefühl. Event vorbei, Mitternacht, fünf Visitenkarten, Sodbrennen, Akku leer. Das hier war das Gegenteil. Eine Oase zum Wiederaufladen, mitten im Unternehmeralltag.

Mein ganzes Unternehmerleben ziehe ich. Mitarbeiter, Kunden, Partner, Projekte. Ich bin der Zugmotor, immer.

An diesem Abend hat zum ersten Mal seit Jahren jemand mich gezogen.

Und am Montag danach stand ich in der Küche, Kaffee in der Hand, Kalender voll wie immer. Aber der Kaffee schmeckte nicht nach Verantwortung.

Er schmeckte einfach nach Kaffee.

Weil ich wusste: Ich bin mit dem Zeug nicht mehr allein.

Genau diese Tankstelle wollte ich nicht als Glückstreffer, einmal im Jahr, wenn der Zufall gnädig ist. Ich wollte sie als festen Ort.

Du kennst den Namen schon: Game Changer Society.

Heute will ich Dir nichts verkaufen. Nur eine Frage zum Mitnehmen:

Wer zieht eigentlich Dich?

Und wenn Dir gerade kein Name einfällt, dann hast Du die Antwort schon.

Der Kreis bleibt klein. Sonst wäre er wertlos. Wenn Du grundsätzlich spürst, dass genau so ein Tisch in Deinem Unternehmerleben fehlt, dann fülle kurz die Bewerbung aus. Wir stellen Dir ein paar ehrliche Fragen und prüfen, ob es passt.

Kein Pitch heute. Keine Show. Nur der erste Schritt, damit wir sehen, ob dieser Tisch überhaupt zu Dir passt.

— Alex

Brief 7 Das könntest Du auch alleine +

In einem der letzten Briefe habe ich Dir von den sechs Stühlen erzählt — dem Abend, an dem mich zum ersten Mal seit Jahren jemand gezogen hat. Statt an mir.

Vielleicht dachtest Du: „So einen Kreis will ich auch.“

Vielleicht aber auch: „Schöne Geschichte, Alex — aber warum sollte ich dafür irgendwo rein?“

Fairer Einwand. Also ohne Schönrederei:

Ich mach das nicht, weil mir etwas fehlt. Sondern weil ich Jahre gebraucht habe, um diese Leute zu finden — und davor unzählige Abende an den falschen Tischen verbrannt habe. Die mit den Visitenkarten. Du kennst sie.

Diesen Umweg musst Du nicht noch einmal bezahlen, nur um am Ende wieder am falschen Tisch zu sitzen.

Klar könntest Du Dir so einen Kreis auch selbst bauen.

Du müsstest sie nur finden. Prüfen. Einladen. Merken, wer wirklich trägt. Aussortieren, wer nur nimmt. Und wieder von vorn, wenn einer am Tisch doch nur sein Angebot sucht.

Nebenbei führst Du noch ein Unternehmen. Den Raum kannst Du Dir vorstellen. Die eigentliche Arbeit ist die Tür davor — wer reinkommt und wer nicht. Genau die nehmen wir Dir ab:

  • Wer rein will, bewirbt sich. Kein Kaufbutton. Ein Raum ist nur so gut wie der schwächste Charakter darin.
  • Wir prüfen jeden Einzelnen, bevor er den Tisch schwächer macht. Trägt er selbst Verantwortung? Oder sucht er nur den nächsten Raum, in dem er wichtig wirken kann?
  • Rein kommt nur, wer den Tisch stärker macht. Nicht nur voller. Der Rest bekommt eine ehrliche Absage, auch wenn er zahlen könnte.

Warum das so viel wert ist? Frag Dich eins: Mit wie vielen Menschen denkst Du wirklich? Nicht quatschen. Denken. Über die Entscheidung, bei der Dir keiner aus dem Team ehrlich widerspricht, weil am Ende trotzdem Du die Gehälter zahlst.

Fällt Dir niemand ein, merkst Du es meistens nicht im Kalender. Du merkst es an Entscheidungen, die zu lange in Deinem Kopf kreisen.

So klingt es, wenn der Tisch stimmt:

„Ich habe kein Netzwerk, mit dem ich mich auf Augenhöhe unterhalten kann. Ich bin eher derjenige, der alle nach vorne zieht.“ — Sachar R., Gesundheitsbranche

„Ich habe als Unternehmer endlich eine Heimat gefunden. Leute, die mich zu einem besseren Unternehmer gemacht haben.“ — Klaus E., SAP-Beratung

Und genau deshalb ist die Tür so wichtig: Ein Raum entsteht nicht durch Möbel, sondern durch die Menschen, die Du reinlässt.

Der falsche Mensch am Tisch kostet Dich mehr als gar kein Tisch. Fokus. Zeit. Die eine Entscheidung, die Du drei Monate zu spät triffst.

Der Filter ist nicht Beiwerk. Der Filter ist das Produkt.

Wenn Du wissen willst, ob dieser Tisch für Dich Sinn macht und ob Du für diesen Tisch Sinn machst, geh durch den Filter. Die Bewerbung ist kein Formular vor dem Produkt. Sie ist der erste Teil davon.

Ein paar klare Fragen. Kein Bewerbungs-Theater. Keine Show. Passt es, sprechen wir weiter. Passt es nicht, sagen wir Dir das genauso ehrlich.

— Alex

Brief 8 Vier Sorten Unternehmer kommen hier nicht rein +

In einem der letzten Briefe habe ich Dir geschrieben: Der Filter ist das Produkt.

Heute zeige ich Dir, wen er aussortiert. Vier Gesichter. Du kennst sie alle — wahrscheinlich hast Du neben mindestens einem davon schon mal auf einem unserer Events gesessen.

Der Verkäufer im Tarnanzug. Drei Gänge lang ist er Dein neuer bester Freund. Stellt kluge Fragen, hört zu, nickt an den richtigen Stellen. Beim Dessert liegt sein Angebot auf dem Tisch — und Du begreifst: Das Zuhören war Bedarfsanalyse. Er sucht keinen Tisch. Er sucht Termine.

Der Dauernehmer. Saugt jeden Rat auf, stellt jede Frage, notiert alles. Und wenn Du mal etwas brauchst, ist er gerade im Urlaub. Geben steht nicht in seinem Kalender.

Der Hochglanz-Mann. Bei ihm ist seit Jahren alles „spitze“. Frag ihn, was zuletzt schiefging, und er lacht das Thema weg. Klingt angenehm. Bringt nichts: Wer nie ehrlich wird, hat Dir nichts zu zeigen.

Der Sammler. Vier Masterminds, zwei Logen, drei WhatsApp-Gruppen. Überall Mitglied, nirgends angekommen. Er sucht den nächsten Raum fürs Profil, nicht fürs Denken.

Und ja: Die meisten von denen könnten zahlen. Genau das macht sie gefährlich.

Denn ein einziger Falscher am Tisch, und aus dem Kreis wird wieder genau das, wovor wir alle weglaufen: ein Netzwerk-Event mit besserem Catering.

Und ein Kreis, in dem wieder Du der Einzige bist, der gibt? Den brauchst Du nicht extra. Den hast Du schon. Er heißt Alltag.

Wenn Du bei einem der vier sofort ein Gesicht vor Augen hattest: Genau dafür ist die Bewerbung da. Sie prüft nicht nur Dich. Sie hält Dir diese vier vom Hals. Du glaubst nicht, wie schnell sich ein Verkäufer im Tarnanzug in ein paar ehrlichen Fragen verrät.

Wenn Du wissen willst, ob Du an diesen Tisch passt, fülle kurz die Bewerbung aus. Zehn Minuten, keine Show.

— Alex

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